SPD Obernburg-Eisenbach diskutiert über Tourismus und Wirtschaftsförderung – „Eva kann’s und macht’s“

04. Februar 2026

Obernburg-Eisenbach wieder attraktiver machen, das war das zentrale Thema eines offenen Stammtischs der SPD Obernburg-Eisenbach zum Thema Tourismus und Wirtschaftsförderung, zu dem die Partei gemeinsam mit ihrer Bürgermeisterkandidatin Eva Erfurth am 20. Januar ins Gasthaus Zum Karpfen eingeladen hatte.

In ihrem Kurzvortrag stellte Eva Erfurth gleich zu Beginn klar: „Obernburg-Eisenbach hat die besten Voraussetzungen.“ Gemeint seien damit insbesondere die zentrale Lage am Main, die Nähe zur Metropolregion Frankfurt, die attraktive Natur, die reiche Geschichte sowie die vorhandene Infrastruktur mit Einzelhandel, Gastronomie und gut ausgebauten Verkehrswegen. Das Potenzial sei also da. Was bislang fehle, sei eine konsequente Weiterentwicklung.

Gerade jetzt sei das Thema besonders wichtig, denn der Tourismus wächst und werde vor allem durch die Generation der Babyboomer weiter stark belebt. Das biete große Chancen für regionale Entwicklung im Tourismus sowie Wachstum und neue Arbeitsplätze in der Region.

Ein zentrales Problem für Obernburg sieht die Bürgermeisterkandidatin darin, dass sie zunehmend zu einer „Hin- und Weg-Stadt“ geworden sei. Besucher kämen zwar vorbei, blieben aber nicht lange. Ziel müsse es deshalb sein, die Aufenthaltsdauer zu verlängern und die Frequenz in der Innenstadt zu erhöhen. Als konkrete Ansatzpunkte nannte Erfurth unter anderem mehr Grün in der Stadt, die Sanierung und Nutzung städtischer Immobilien sowie eine Aufwertung der Mainanlagen.

Kritisch sprachen sich die Gäste des Stammtischs über den Zustand des Biergartens mit seinen seltenen Öffnungszeiten aus. Die Bürgermeisterkandidatin forderte eine bessere Gestaltung bei den Stellplätzen für Wohnmobile. Als mittelfristiges Projekt für Obernburg nannte sie einen Schiffsanleger. Dieser könne neue Besucher in die Stadt bringen, erfordere jedoch eine sorgfältige Planung und enge Zusammenarbeit mit Reedereien, Gastronomie und lokalen Akteuren. Dazu will sich die Bürgermeisterkandidatin Erfurth auch dem Rad-Tourismus widmen. Mit dem Obernburger Stern wurde ein erster Schritt getan, um Radfahrer in die Stadt zu holen. Das Konzept müsse nun aber weiterentwickelt und umgesetzt werden.

Zum zunehmenden Leerstand von Geschäften in der Innenstadt regte Erfurth an, moderne Konzepte wie Pop-up-Stores oder Coworking-Spaces zu prüfen und stärker auf Förderprogramme zurückzugreifen. Hier helfe ihre Erfahrung aus der Wirtschaftsförderung im Landkreis Miltenberg. „Es braucht Einsatz, Organisation und Durchhaltevermögen – und genau das will ich einbringen“, betonte sie.

In der anschließenden Diskussion teilten viele der Anwesenden den Wunsch nach einem langfristigen Konzept. Einigkeit bestand darüber, dass Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Kultureinrichtungen an einem Strang ziehen müssen. Tourismus und Wirtschaftsförderung seien keine Einzelprojekte, sondern Teil eines größeren Gesamtbildes.

Zum Abschluss brachte es Erfurth auf den Punkt: „Eva kann’s und macht’s.“ Mit Erfahrung, Vernetzung und klarer Vision wolle sie die Entwicklung Obernburg-Eisenbachs aktiv gestalten – gemeinsam mit den Menschen vor Ort.

Fabian Fischer

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